125 Jahre lebendiges und vielfältiges Amateurtheater

25.09.2017 09:43

Eine illustre Reise durch die Verbandsgeschichte des BDAT

Mit einer bunten Reise durch die wechselvolle 125-jährige Geschichte des Bundes Deutscher Amateurtheater (BDAT) fand die Jubiläumszeit des Dachverbandes nach 125 Tagen am 14. September 2017 bei einer festlichen Gala seinen Abschluss. Zahlreiche Gäste aus dem In- und Ausland waren der Einladung in die Akademie der Künste im Berliner Hansaviertel gefolgt. Zum Einstieg wurde die neue Publikation zur „Geschichte des BDAT und seiner Mitgliedsorganisationen“ vorgestellt, herausgegeben vom BDAT und seinem Bundesarbeitskreis „Geschichte, Kultur und Bildung“. 

Gala Gruppenbild

Gala-Gruppenbild von Laura de Wit - zur Großansicht bitte anklicken!

Diese bietet einen ersten Überblick über die Historie des Bundesverbandes und die Entwicklung seiner Mitgliedsverbände auf Landes- und Bundesebene. Sie verdeutlicht Gemeinsamkeiten, zeigt aber auch regionale Unterschiede auf. Mit der Publikation möchte der Verband für die geschichtliche Erforschung des Amateurtheaters eine öffentliche Plattform bieten.

BDAT-Präsident Simon Isser stellte im Rahmen der Abschlussgala vor dem Hintergrund der Verbandsgeschichte die Vielfalt  und Lebendigkeit des Amateurtheaters heraus und verwies auf das große ehrenamtliche Engagement.   

Das Amateurtheater hat in seiner Entwicklung allerdings nicht nur glänzende, sondern auch dunkle Seiten zu verabeiten, das wurde sowohl bei der Buchvorstellung als auch bei der theatralen Reise durch die Geschichte des Verbandes deutlich. Vom Amateurtheater im Kaiserreich über die Kulturrevolution der 20er Jahre, die Zeit im Nationalsozialismus oder im geteilten Deutschland bis zur heutigen vielfältigen Theaterszene reichten die Impressionen, dargestellt von zahlreichen Akteuren und Personen des Zeitgeschehens.

Gespiegelt wurden die Entwicklungsschritte in historischen und aktuellen Filmsequenzen, mit theatralen und musikalischen Beiträgen, im dialogischem „Boxkampf“ oder auch in Bühnen-Interviews.

In seiner Festrede sprach Prof. Dr. Gerd Koch zum Thema: „Amateurtheater – eine bildende Kunst“. Dabei betonte er, dass Theater weit mehr als eine bildende Kunst oder kreative Kraft sei: „Amateurtheater bildet zugleich – professionell und interdisziplinär – verschiedene Künste aus, auch solche des Zusammenlebens!“

Durch den Abend führte die Berliner Radiomoderatorin und Comedian Stephanie Krause.

Der Bund Deutscher Amateurtheater wurde 1892 von sechs Gründungsvereinen als „Verband der Privat-Theater-Vereine Deutschlands“ in Berlin gegründet. Heute hat der Dachverband insgesamt 20 Mitgliedsorganisationen mit mehr als 2.500 Mitgliedsbühnen. Dabei steht der Verband für ein „Theater mit allen Menschen und allen Theaterformen“, vom Kinder- und Jugendtheater über Mehrgenerationentheater bis zum Seniorentheater, vom Theaterklassiker über biografisches bis zum experimentellen Theater, vom Saaltheater über Straßentheater bis zu den Freilichtbühnen.

Mehr Informationen unter: www.bdat.info / www.125-jahre.bdat.info  

Jugendgruppe Departure eV

Die „Jugendgruppe Departure e.V.“ aus Berlin setzte prägnant und witzig die Aufarbeitung eines Vortrages von Rudolf Mirbt (1923) zur Jugendreformbewegung im Laienspiel in Szene. - Foto: Laura de Wit

Graue Garde

Bettpfannen als Requisite: „Die Graue Garde“ vom Theater der Erfahrungen aus Berlin präsentierte musikalisch und mit viel Humor ihre Perspektive auf das Alter. - Foto: Laura de Wit



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